Monitoring der Krankenversicherungs-Kostenentwicklung (2. Quartal 2019)

Hinweis


Per 1. Januar 2018 wurde von der SASIS AG eine Änderung an den Datenlieferungsrichtlinien, in welcher eine Anpassung bezüglich der Versichertendaten bei Grenzgängern vorgenommen wurde, umgesetzt. Die Anpassung der Richtlinien führt dazu, dass Versicherte, welche in den Jahren zuvor einem Wohnkanton zugeteilt waren, ab 2018 im Ausland geführt werden. Da das Kostenmonitoring die Sicht Wohnkanton darstellt, entstand vom Jahr 2017 auf das Jahr 2018 ein Bruch in der Zeitreihe der Anzahl Versicherten, was dazu führt, dass das Wachstum der Bruttoleistungen pro versicherte Person in Grenzkantonen nicht sinnvoll ausgewertet werden kann. Die Grenzgänger fehlen daher auch in den gesamtschweizerischen Zahlen und beeinflussen das gesamtschweizerische Kostenwachstum 2018. Dieser Effekt ist aber gering, weil der Anteil der Grenzgänger an der Gesamtzahl der Versicherten vergleichsweise tief ist.

Einige Wachstumsraten des 2. Quartales 2019 sind zudem durch den Fakturierungsrückstand im 2. Quartal 2018, der aufgrund der Tarifierungsanpassungen des TARMED, der Tarifstruktur für Physiotherapie sowie der Einführung des TARPSY entstanden ist, beeinflusst. Folgende Kostenblöcke sind davon betroffen:
  • Ärzte Behandlungen (ohne Labor)
  • Spitäler ambulant
  • Spitäler stationär
  • PhysiotherapeutInnen
Dies führt dazu, dass die Statistik dieser Wachstumsraten sowie derjenigen des Gesamtmarktes verzerrt ist.

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